

geschrieben von Markus am 16.07.2009
FlowinImmo
embrasserie
Makabu
Fullphätsovtschies
Lautenbacher Blaskapelle
Das Bruckfelden Open Air 2009 am 10.-11. Juli hatte seine ganz besondere Geschichte. Zum ersten Mal in der Geschichte dieses Festivals sollte es sich über zwei Tage erstrecken, aber wie bisher im Amphitheater der Camphill-Schulgemeinschaft Bruckfelden stattfinden – dann kam alles anders. Zwei Tage vor dem Open-Air.
Trotz der traurigen Umstände hatten wir uns dazu entschlossen, das Festival doch stattfinden zu lassen, auch wenn klar war, dass die Heimsonderschule nicht mehr als Ort in Frage kam. Nach dem alle anderen möglichen Lokalitäten belegt waren, haben wir es ins Naturatelier in Altheim/Golpenweilerstraße verlegt. Wer weiß, welche organisatorischen und logistischen Anforderungen selbst ein geplantes Festival mit sich bringt, der wird sich vorstellen können, welche Herausforderung jetzt auf das Team wartete.
Freitag, 10. Juli – der erste Tag
Mit dem Wetter steht und mit dem Wetter fällt ein Open-Air. Wir hatten riesiges Glück – alle Befürchtungen, die durch den Wetterbericht in den Tagen davor bei uns aufkamen, haben sich nicht bestätigt. Es blieb trocken, wenn auch etwas kühl. Auch alle Anstrengungen des Teams zeigten Erfolg, pünktlich um 19:00 Uhr konnte die Kasse öffnen.
Den Auftakt machte das Johann Seifert/Lisa Herbolzheimer-Duo, das sich vielleicht einen prägnanteren Namen suchen sollte, aber die Musik blieb den Leuten jedenfalls auch so im Ohr. Mit der regionalen Jazz-Größe MKD ging es auf hohem Niveau weiter. Das ganze Ambiente des Naturateliers schien wie gemacht für diesen Abend zu sein, die Musik und stimmungsvolle Beleuchtung auf dem Gelände begeisterte Zuschauer und Bands gleichermaßen. Tok Tok Tok sind vielleicht größere Bühnen gewohnt, dennoch konnten sie auch auf den kleinen Brettern des Naturateliers das Publikum begeistern.
Samstag, 11. Juli – der zweite Tag
Strahlender Sonnenschein empfing die Besucher am Samstagabend. Mit musikalischer Begeisterung, die alle ansteckte, legte die Lautenbacher Blaskapelle los. Danach kam die Liedermacherband Fullphätsovtschies, die im Vorhinein den Bandwettbewerb gewonnen hatten.
Von Makabu werden wir sicher noch viel hören und das auch noch von ganz anderen Bühnen. Die junge Band aus Erfurt zeigte dem Publikum, dass deutscher Alternative Rock nicht das Genöle weltschmerziger Literaturstudenten sein muss. Vielleicht kommen sie ja in zwei Jahren als Headliner wieder, vielleicht ist dann unsere Bühne aber schon zu klein für sie.
Embrasserie. Manche werden sich vielleicht an den Auftritt der Band bei der Frickinger Herbstnacht 2008 erinnern, alle anderen traf es vollkommen unvorbereitet. Wer sich vorher hingesetzt hatte, war selber schuld. Mit Energie und riesiger Spielfreude funkrockten embrasserie das Publikum und brachten Tanzlust bis in den letzten kleinen Zeh.
Wer es nicht wusste, dem blieb FlowinImmos turbulenter Bandwechsel verborgen. In nur zwei Tagen hatte die neue Truppe 14 Stücke eingespielt. Dem Auftritt gab das keinen Abbruch – im Gegenteil. Allein der Freestyle-Soundcheck war furios und was danach kam, wird wohl allen Anwesenden in Erinnerung bleiben. Ein grandioses Konzert eines großes Entertainers und Musikers.
keine Artikel
Der Vollständigkeit halber, auch wenn da letztendlich nur ein paar wenige Fotos vom Festival selber sind