

geschrieben von Daniel Reiner am 31.12.2008
“Draußen wütet die Krise, doch drinnen greift der Verein!”
Valentin E. scheint durch seine exponierte Außenseiterrolle den Blick für das Ganze gefunden zu haben. Denn als sich der traditionsreiche Verein FFE.ev kurz vor Weihnachten wiedereinmal zum Jahrestreffen zusammenfand war die von Zufriedenheit, Selbstsicherheit und Harmonie geschwängerte Luft zum schneiden schön. Wohlig ward eingeheizt, fette Würste an den Wänden und Fässer von Wein und Bier im Keller unterstrichen den ersten Eindruck: Der Verein, das konnte man nach einer halben Dekade wahrlich sagen, wurde auf ein solides und gesundes Fundament gebaut.
Die Zahlen übertreffen sogar die kühnsten Erwartungen und die jahrelange sorgfältig geplante und umgesetzte Imagepflege trägt erste Früchte.
Doch hinter dieser goldenen Fassade steck viel Arbeit und auch Rückschläge mussten eingesteckt werden, so wurde von der Bevölkerung –angestachelt durch die panikstiftende Presse und wir geben es zu, anderorts ist solcherlei schon geschehen!- unser unschuldiges musikalisches Schulungs-Center mit einer rechtsradikalen Einrichtung verwechselt und hat den Zorn dieser verunsicherten Menschen auf sich gezogen. Zwar verwunderte uns die Heftigkeit der Widerstände, doch erfüllte es unser Herz zugleich mit Stolz, dass in unserem Wirkungsgebiet die Menschen noch für ihre Überzeugungen auf die Barrikaden gehen, wenngleich es diesmal die Falschen trifft.
Auch verschließt der Verein nicht die Augen was um uns herum passiert: Rücklagen wurden angelegt, eine Erweiterung der Produktpalette wurde festgelegt und Beiräte zur Stärkung des Vereinsgerüst wurden einberufen. Die Risiken wurden erkannt und aus den Skandalen bei Siemens und Co haben wir gelernt:
Ein besonders scharfer Kassenprüfer wurde gewählt, um ein Auge auf die Geldgeschäfte bei FFE.ev zu haben. Es ist offensichtlich: Die Themen Vetterleswirtschaft und Schwarze Konten werden offensiv angegangen.
Das lässt viel hoffen, aber auch viel erwarten.
In einem von der Krise verwüstetem und zerrissenem Land strahlt unser geliebter Verein an Weihnachten wie der Stern von Bethlehem, um zu weisen und zu führen, all die verlorenen Schäfchen!
Prosit Neujahr!
Daniel Reiner
Rainer,
es heißt
…verwüsteten und zerrissenen Land…
Unter obig genannter Krise, die in obig genanntem Land für obig genannte Zustände sorgt, scheint auch die Bildung unserer so sehr geliebten zukünftigen Wählern zu leiden, die - und das stimmt mich durchaus unruhig - indirekt auch über meine Zukunft entscheiden.
Folglich bleibt uns an dieser Stelle nur noch die Hoffnung auf bessere Zeiten um dann auch diese Schäfchen im Sicheren zu wissen.
Prosit Neujahr!