

geschrieben von Daniel Reiner am 29.05.2010
Liebe Freunde der Neuen und Aufregenden Musik. Die ersten zwei Tage der wunderbaren Überlinger Klangfestspiele sind erfolgreich über die (Natur)Bühne gegangen.
Wobei der erste Abend auf Wunsch der Musiker gar nicht unter freiem Himmel stattgefunden hat. Das sehr abwechslungsreiche Programm des Pellegrini-Quartetts aus Freiburg wurde in der Kapuzinerkirche, unweit des Überlinger Stadtgrabens, aufgeführt. Knapp über 120 Besucher hatten nach der knapp 3-stündigen Aufführung großen Gesprächsbedarf: während die exzellente Darbietung von Schumann und Saint-Saëns unisono gelobt wurde, gab es angeregte Diskussionen über das dargebotene Stück Sirènes von Volker Heyn. Alles in allem ein wunderbarer Abend, der Raum bot, über Musik zu philosophieren und um zu erörtern, was Musik darf und was nicht.
Der gestrige Freitagabend konnte dann endlich unter freiem Himmel stattfinden. Etwas mehr als 70 Besucher erlebten den ersten Neuen Abend in herrlicher Naturkulisse mit einem Trio, bestehen aus Alice Hermle, Frank Wörner und Michael Kiedaisch. Das Puplikum wurde in gewaltige, atonale aber auch amüsante Klangwelten mit Werken von John Cage und Georges Aperghis entführt. Von Anfang an war das Publikum begeistert und quittierten die Darbietung mit frenetischem Applaus.
Das macht Lust auf mehr und wir freuen uns auf zwei weitere spannende Tage in der herrlichen Atmosphäre des Überlinger Stadtgrabens. Für Kurzentschlossene gibt noch Karten an der Abendkasse.
Deinen Kommentar abgeben